Strategiespiele und Finanzen: Wie können Gründer davon profitieren?

Spiele tragen nicht nur bei Kindern zu einem besseren Lerneffekt bei, da sie eindeutig zu den Zukunftstrends zählen. Lernspiele kommen schon seit Jahren beim Militär erfolgreich zum Einsatz, bei der Ausbildung im Rettungsdienst, im Schulunterricht und in den Vertriebsabteilungen großer Konzerne. Aber auch zukünftige Gründer können von den Games profitieren, allerdings natürlich nicht vom Super Mario Bros. & Co., sondern von guten Strategiespielen und Finanz-Games.

Gründer müssen auf unzählige Faktoren achten, wobei ihnen Bücher und Fachliteratur zwar wertvolle Hilfestellungen bieten, die dann aber in der Praxis meistens überhaupt nicht nützlich oder verwendbar sind, da kein Bezug zum Unternehmen vorhanden ist. Bei den Spielen geht es vorwiegend darum, erst einmal einen Überblick zu erhalten, auf was man als Gründer alles achten muss und mit welchem Risiko falsche Entscheidungen verbunden sind. Es ist ganz klar, dass im Prinzip jeder eine Ahnung hat, was falsche Entschlüsse bewirken können, aber durch die „spielerischen Übungen“ lernt man auch, wie man in Krisensituationen überleben kann.

Was kann ich als Gründer von diesen Spielen lernen?

Es gibt zahlreiche gute Games, mit denen man sehr viel lernen kann. „Start Up“ beispielsweise ist ein bekanntes Wirtschaftsspiel, bei dem man als Lehrling seinen Chef über einen längeren Zeitraum vertreten muss und dabei das Unternehmen führt. Das bedeutet, dass man sich als sogenannter Anfänger nicht nur um den Ein- und Verkauf kümmern muss, sondern auch noch um die Produktion. Es ist klar, dass solche Spiele zum unternehmerischen Denken beitragen und betriebswirtschaftliche Inhalte vermitteln. Auch das „Startup Company Game“ ist ähnlich aufgebaut, wobei man in einer Softwarefirma als CEO für ausreichend Aufträge sorgen muss.

Startbildschirm von "The Founder"

Startbildschirm von „The Founder“

Das Online-Game „The Founder“ zeigt ebenfalls den richtigen Weg, wie man sich als kleines Startup zu einem erfolgreichen Weltkonzern entwickeln kann. Obwohl dieses Spiel zumindest am Anfang eher nur einer mittelmäßigen Parodie von einem Gründer gleicht, wird es im weiteren Verlauf dann so richtig spannend, da die Firma durch neue Projekte und Mitarbeiter vergrößert wird und deshalb auch ständig weitere Probleme und unvorhergesehene Krisen auftreten. Zum Höhepunkt von The Founder zählen übrigens die Auswirkungen von unserem eigenen technologischen Fortschritt auf unsere Umwelt.

Das Ziel von solchen Games ist allerdings nicht, die Entwicklung aufzuhalten, sondern die Gründer dazu anregen, auch insgesamt auf die Auswirkungen ihrer Tätigkeiten zu achten, wobei beispielsweise Themen wie Umweltverschmutzung, Entsorgung und auch der Klimawandel eine wichtige Rolle spielen. Strategie- und Finanzgames geben einen hervorragenden Überblick, wie knallhart der Konkurrenzkampf in der Praxis werden kann, wenn bei diesen Spielen die aktuelle Marktwirtschaft und andere Mitspieler berücksichtigt werden. Es geht hier aber nicht um Werbung für irgendwelche Games, sondern darum, inwiefern sie uns auch wirklich Vorteile im realen Leben liefern können.

Was sind die Vor- und Nachteile von Wirtschaftsgames für Startups?

Die Vorteile von solchen spannenden Wirtschaftssimulationen liegen eigentlich deutlich auf der Hand, da man sich dadurch gute Kenntnisse und vor allem auch einen besseren Überblick über den Tagesablauf eines Gründers aneignen kann, sowie auch welche Folgewirkungen durch eine getroffene Entscheidung entstehen können, egal ob diese positiv oder negativ sind. Sie helfen  zukunftsorientiert zu denken und natürlich auch so zu handeln. Auch können Gründer dadurch spielerisch flexibler werden, was im realen Geschäftsleben sowieso in vielen Fällen unerlässlich ist, aber vielen Menschen leider auch sehr schwer fällt, da sie eine feste Idee oder eine fixe Strategie haben, an die sie sich unbedingt festklammern wollen, ohne dabei an die möglichen Folgen zu denken.

Was die Nachteile angeht, so können die Strategie- und Finanzspiele nicht nur dazu beitragen sehr viele wichtige Stunden mit dem Spielen zu verbringen, sondern sie können gegebenenfalls auch getroffene Gründerentscheidungen kräftig ins Wanken bringen. Dies ist vor allem dann der Fall, wenn man sich als zukünftiger Gründer der großen Verantwortung erst einmal so richtig bewusst wird, was es überhaupt bedeutet, ein Unternehmen mit mehreren Mitarbeitern erfolgreich führen zu können und auf welche persönlichen und beruflichen Qualitäten es dabei überhaupt ankommt. Ansonsten kann man von den Games natürlich auch spielsüchtig werden, wenn dabei keine Grenzen gezogen werden und man sich zu intensiv und zeitaufwendig damit beschäftigt. Es ist also wichtig, die Spiele nur als Hilfs- oder Lernmittel anzusehen und sich nicht in der virtuellen Simulation zu verlieren.

Fazit

Im Prinzip spielt es aber auch keine sehr große Rolle, ob man sich jetzt als zukünftiger Gründer mit diesen Spielen speziell für Startups beschäftigt oder nicht, da im Prinzip jeder selber wissen muss, was ihn erwartet und welche Qualitäten zum Erfolg beitragen können oder nicht. Fest steht allerdings, dass das Business in der Praxis nur in wenigen Fällen auch wirklich so verläuft, wie es im Voraus geplant ist. Man muss also unbedingt einen realen Bezug zur Praxis und vor allem auch zum Marktgeschehen haben und dabei auch lernen, bei Problemen nicht gleich den Kopf zu verlieren. Mit einer geeigneten Strategie und etwas mehr Flexibilität lässt sich fast immer ein Ausweg aus den meisten Krisensituationen finden.

Über den Autor

Philipp Egger ist ein professioneller Redakteur und ein erfahrener Content Manager bei Essayhilfe. Du kannst ihn auch direkt über Facebook erreichen.
 

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