Stadt.Land.Netz – Software für moderne Behörden

Behörden gelten in der Regel als langsam, eingestaubt und überlastet. Alles Punkte, die auch Behörden auch zu sehr unattraktiven Kunden macht. Für Stadt.Land.Netz spielt das keine Rolle. Das Dresdner Startup hilft Behörden dabei ihre Excel-Tabellen abzuschaffen.

Wie das genau aussieht, erklären die Gründer Lars Lehmann und Marcus Dawidjan im Interview.

Könnt ihr euch, für die Menschen, die euch noch nicht kennen, vorstellen?

Hi, wir sind Marcus und Lars. Wir kennen uns schon seit der Schulzeit und reden seit Jahren über die gemeinsame Gründung eines Unternehmens. Nach der Schule haben wir unterschiedliche Wege eingeschlagen. Marcus ist zum BWL-Studium nach Dresden gezogen und hat sich dann nebenbei als Grafikdesigner selbstständig gemacht, Lars ist in den öffentlichen Dienst, hat programmieren gelernt und schon mehrere Jahre im Nebenerwerb als freier Software- und Webentwickler gearbeitet.

Gründer von Stadt.Land.Netz: Lars Lehmann und Marcus Dawidjan

Gründer von Stadt.Land.Netz: Lars Lehmann und Marcus Dawidjan

Was genau ist bzw. macht Stadt.Land.Netz?

Unser Kredo ist „Moderne Software für moderne Behörden“. Das beschreibt es schon ganz gut. Lars hat in seiner täglichen Arbeit in der Behörde immer wieder festgestellt, dass diese noch sehr viel Potential bei der Digitalisierung und der Modernisierung ihrer analogen Prozesse haben. Schon in der Lehrzeit, die über 10 Jahre her ist, hat Lars, damals noch auf Excel-Basis, kleine Programme geschrieben. Einige von denen sind sogar heute noch im Einsatz.  Natürlich ist die Digitalisierung der Verwaltungslandschaft eine gigantische Aufgabe, darum fangen wir klein an.

Unsere Software „VIA“ ist eine Cloud-Lösung für Schulträger, die täglich Schüler mit dem Taxi zur Schule und zurück bringen müssen. Das sind immerhin knapp 1,1 Mio Schüler in Deutschland, die weil sie nicht mit dem ÖPNV fahren können, mit Taxis oder Kleinbussen gebracht werden. Das ganze ist enorm komplex und sehr teuer. VIA hilft die manuellen Prozesse, die aktuell in dutzenden Excel-Tabellen geführt werden, schnell und übersichtlich zu organisieren. Das spart viele (Steuer-) Gelder und bringt die Schulen, Eltern und Verkehrsunternehmen online auf einer Plattform zusammen.

Was war eure Motivation zu gründen?

Wir wollten schon lange zusammen gründen, sind ja auch beide schon einige Jahre selbstständig. Aber wir hatten bisher keine Idee und keinen Markt, der uns wirklich interessiert und für den wir bereit waren auch auf Dinge zu verzichten. Mit Stadt.Land.Netz ist das jetzt anders. Behörden sind zwar nicht unbedingt für ihre Entscheidungsfreudigkeit bekannt, was besonders einem jungen Startup schnell Probleme bereiten kann, dafür sind sie aber enorm dankbare und attraktive Kunden. Hat man sie einmal überzeugt sind es für viele Jahre treue Kunden, helfen aktiv bei der Produktweiterentwicklung und scheuen sich auch nicht vor höheren Ausgaben, sofern die gelieferte Qualität stimmt.

Was hat euch bisher am meisten beeindruckt im Bezug auf eure Gründung?

Wir sind trotzdem immer noch überrascht, wie gut unser Produkt und unsere junge Art bei den Kunden ankommt. Man merkt auch ganz deutlich, dass die Behörden langsam ein eigenes Bedürfnis nach der Verbesserung ihrer täglichen Arbeit durch neue Software und moderne Ansätze entwickeln. Wir freuen uns jedes Mal, wenn neue Ideen für Verbesserungen und sogar neue Produkte kommen.

Für Lars, als lange Festangestellten, ist es auch eine schöne Umstellung gewesen, nicht mehr die 40 Stunden pro Woche arbeiten zu müssen, sondern jetzt durch eigenen Antrieb im eigenen Büro loslegen zu können.

Wie geht’s weiter mit Stadt.Land.Netz?

Wir verhandeln gerade mit Investoren. Wir brauchen und wollen keine riesigen Summen, unser Produkt ist fertig und der Markt nimmt es an. Aber wir haben noch einige gute Ideen und noch viele Aufgaben vor uns, die wir gern zusätzlich zum organischen Wachstum angehen wollen.

Was ist euer ultimativer Tipp für diejenigen, die selber übers Gründen nachdenken?

Was wir schon lernen mussten ist: es gibt nicht nur Business-Angels, sondern auch Business-Devils. Ansonsten können wir nur empfehlen ganz fest an sich, seine Idee und sein Produkt zu glauben und auch in stressigen und schlechten Zeiten durchzuhalten. Es lohnt sich.

Vielen Dank für eure Antworten.

Leider ist der Blog noch im Aufbau. Sobald sich das ändert, ergänzen wir den Link hier für euch.

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