presono – die neue Art der Präsentation

Firmen tun sich oftmals mit dem Erstellen von Präsentationen schwer – sei es für den internen oder externen Gebrauch. Presono aus Linz, Österreich will das mit ihrer neuen Softwarelösung ändern.

Was sich genau hinter der Idee versteckt, erklärt Co-Gründer Martin Behrens im Interview.

Kannst du dich, für die Menschen, die dich noch nicht kennen, vorstellen?

Gerne. Ich bin Martin Behrens, ein 26 Jahre alter, gebürtiger Berliner, der aber seit mittlerweile über sieben Jahren in Linz, Österreich lebt. Durch mein Studium Medientechnik und -design bin ich nach Österreich gekommen und dann aufgrund von Liebe und Job hier geblieben.

Presono Co-Gründer Martin Behrens. Foto: Werner Harrer

Presono Co-Gründer Martin Behrens. Foto: Werner Harrer

In der letzten meiner verschiedenen beruflichen Stationen im Multimedia- und Softwarebereich, nämlich der als Projektmanager, lernte ich meine beiden Mitgründer Martin Luftensteiner und Hannes Freudenthaler kennen: einen als Kollegen und einen als damaligen Kunden.

Wenn ich nicht gerade bei unseren Kunden, im Büro oder in sonstiger Weise für unser Startup arbeite (also eher selten ;)), findet man mich im Schwimmbad, beim Radtraining oder in Laufschuhen unterwegs.

Was genau ist bzw. macht presono?

Ganz kurz gesagt, ist presono eine einzigartige Softwarelösung für den Präsentationsprozess von Unternehmen.

Für ein besseres Verständnis muss ich etwas ausholen:

Etliche Unternehmen kämpfen täglich mit den Problemen der Prozesse in Vertrieb, Marketing und Produktmanagement im Zusammenhang mit Präsentationen. Diese sind unter anderem das Nicht-Finden der aktuellen Versionen von Präsentationen, die Missachtung von Corporate-Design-Vorgaben, fehlende Flexibilität während der Präsentation selbst, eine unprofessionelle Wirkung sowie das Fehlen von Auswertungsmöglichkeiten der entsprechenden Aktivitäten. Als konkretes Beispiel sei genannt, dass Präsentatoren während der Präsentationsdurchführung häufig auf ESC drücken müssen, da es aus dem Publikum eine Bitte nach ergänzenden Inhalten gibt. Es folgt eine unfreiwillige Präsentation des obligatorischen Familien-Bildes am Desktop und die Suche nach den gewünschten Inhalten in Ordnerstrukturen, die oft nicht für die Öffentlichkeit bestimmt sind. Alles andere als professionell. Dies ist aber nur eine von vielen Problemstellungen, eine andere ist beispielsweise die Verwaltung mehrsprachiger Inhalte von Präsentationen.

presono löst all diese Probleme: Unser Tool ermöglicht die zentrale Erstellung und Verwaltung von Slides und Präsentationen, garantiert dabei stets die Einhaltung der CI, bietet ungeahnte Möglichkeiten flexibel zu präsentieren und verfügt zusätzlich über ein Analyse-Modul, mit dem gezeigte Präsentationen umfassend durchleuchtet, interpretiert und anschließend optimiert werden können.

Wie wir das machen? Wir lösen uns vom „Datei-basierten Ansatz“ bekannter Präsentationslösungen und ermöglichen die Erstellung und Verwaltung einzelner Slides, die in einem großen Container liegen. Über diesem Container liegen via Templates die Design-Vorgaben. Aus dem Container können nun Präsentationen wie Playlists zusammengestellt werden – dabei wird aber immer auf die eine Slide aus dem Container referenziert. Ändert sich diese, so ist sie in sämtlichen Präsentationen, in denen sie Verwendung findet, ebenfalls in aktualisierter Form vorhanden. Zusätzlich kann man während einer Präsentation jederzeit auf diesen Container zugreifen und seine ‚Playlist‘ während der Präsentation dynamisch erweitern und ergänzen, ohne die Präsentation verlassen zu müssen. All das kann anschließend ausgewertet werden: Welchem Kunden habe ich welche Produkte gezeigt? Welche Produkt-Features werden in welchem Land wie häufig ergänzend zum Standard gezeigt? Usw. usf.

Was war eure Motivation zu gründen?

Einer meiner beiden Co-Founder (Hannes Freudenthaler) geht bereits seit mittlerweile über zehn Jahren mit der Idee schwanger. Sein Hauptantrieb war und ist, das Produkt zu realisieren und nicht nur selbst damit zu präsentieren, sondern auch anderen die Nutzung zu ermöglichen. Martin Luftensteiner wollte mit einem eigenen Team ein großes Produkt entwickeln und weniger „Projektarbeiten“ machen und mich reizte es schon immer, ein innovatives Unternehmen aufzubauen – von der Gründung, über die ersten Umsätze, ersten Mitarbeiter bis zu allem, was da noch so dazugehört bzw. auf uns zukommen wird. Kurz zusammengefasst: Ein eigenes Produkt auf die Beine stellen. Ein Team aufbauen und führen. Ein Unternehmen entwickeln.

Was hat dich bisher am meisten beeindruckt im Bezug auf eure Gründung?

Zwei Dinge: Zum einen, dass wir es tatsächlich noch vor der Implementierung von presono geschafft haben, nur mit der Idee und einer Visualisierung die ersten Kunden zu gewinnen. Als zweites hat mich unser rasches Teamwachstum zwischen März und Oktober 2016 von uns drei Gründern auf insgesamt zehn Personen sehr beeindruckt, weil das einfacher klingt, als es war.

Wie geht’s weiter mit presono?

Mit Jahreswechsel 2016/17 wurde unsere erste Version der Business-Version veröffentlicht und befindet sich im Einsatz bei unseren Kunden. Dieses Jahr liegt der Fokus noch auf der Erweiterung des Tools bzw. dem Ausbau von Funktionen sowie der generellen Optimierung. Für 2018 steht dann primär die Veröffentlichung unserer Cloud-Version, die auf Einzel-User, Teams und kleine Unternehmen zugeschnitten sein wird, auf dem Plan.

Unser Ziel ist es, uns als bekannte Business-Alternative zu bestehender Präsentationssoftware einen Namen zu machen und langfristig die Welt der Präsentationen zu revolutionieren.

Was ist euer ultimativer Tipp für diejenigen, die selber übers Gründen nachdenken?

Wir haben da ehrlicherweise zwei Tipps. Nummer 1: „Hole dir viel Feedback zu deinen Ideen ein. Wenn nicht nur du, sondern auch andere von Idee und erarbeitetem Konzept überzeugt sind, erst dann solltest du über alle Möglichkeiten, aber auch Risiken nachdenken und dich entsprechend trauen, damit zu starten.“ Und Nummer 2: „Auch wenn das Thema vielfach belächelt bzw. oft viel zu lasch betrachtet wird: Schreibe einen umfangreichen Businessplan. Das Auseinandersetzen dabei mit anderen Plänen, Businessmodellen, deiner Idee und den daraus resultierenden Aufwänden bzw. Chancen ist essenziell für die eigene Entscheidung zum Thema ‚Gründen‘.“

Danke Martin, für deine Antworten.

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