Box-Sharing – Hamburg zieht um, aber clever

So der Slogan der beiden Hamburger Jarid Degler und Benjamin Wanger, die es sich zum Ziel gemacht haben, den Umzug zu revolutionieren. Box-Sharing setzt dabei auf ein umweltfreundliches Sharing-Prinzip und ersetzt die klassischen Pappkartons gegen wiederverwendbare Plastikboxen.

Was hinter der Idee steckt und was Box-Sharing euch sonst noch bietet, erklären die Gründer im Interview.

Könnt ihr euch, für die Menschen, die euch noch nicht kennen, vorstellen?

Unsere Namen sind Jarid Degler (24 Jahre) und Benjamin Wagner (25 Jahre). Wir sind zusammen zur Schule gegangen und kennen uns bereits seit neun Jahren. Jarid hat nach seinem Abitur angefangen an der HSBA BWL zu studieren, während Benjamin sich an der HAW-Hamburg für den Studiengang Umwelttechnik einschrieb.

Die Box-Sharing Gründer - Jarid Degler und Benjamin Wagner

Die Box-Sharing Gründer – Jarid Degler und Benjamin Wagner

Was genau ist bzw. macht Box-Sharing?

Wir bei Box-Sharing haben es uns zur Aufgabe gemacht, den Umzug in der Metropolregion Hamburg umweltfreundlicher, bequemer und gleichzeitig kostengünstiger zu gestalten. Dies erreichen wir, indem wir statt der normalen Pappkartons Umzugsboxen aus Plastik anbieten. Die Plastikboxen können bei bis zu 500 Umzügen genutzt werden.
Sie sind stabil, wasserabweisend und gut zu stapeln. Zudem lassen sich die leeren Boxen platzsparend ineinander stapeln.

box-sharing

Wasserabweisende, verschließbare Boxen

Auf unserer Website kann der Kunde zusätzlich noch Zubehör wie Sackkarren, Rollwagen, Handschuhe und Packpapier mieten bzw. kaufen. Alle bestellten Artikel liefern wir zu dem gewünschten Termin nach Hause und holen diese anschließend im neuen Heim wieder ab. Diese Termine können ganz bequem auf der Website vereinbart werden.

Zusätzlich bieten wir eine Alternative zum Self-Storage an. Während Kunden
bei einem Lagerraum bestimmte Kubikmeter mieten, die eventuell gar nicht voll ausgelastet werden, bieten wir ein Lagerservice mit unseren Boxen an. Der Kunde füllt sein zu lagerndes Gut einfach in unsere Boxen, die wir anschließend abholen und zu unserem Lager bringen. Dabei zahlt der Kunde lediglich pro einzulagernde Box.
Die eingelagerten Kisten kann der Kunde in seinem persönlichen Login-Bereich deklarieren und jederzeit zurückfordern.

Was war eure Motivation zu gründen?

Nach unserem Abitur fingen wir an, als Minijobber tätig zu werden, um unsere monatlichen Kosten zu decken. Nach einiger Zeit spielten wir immer wieder mit dem Gedanken uns selbständig zu machen, um später einmal unser eigener Chef zu sein. Wir wollten unabhängig von einem Arbeitgeber sein und unser Schicksal in die eigene Hand nehmen.
Wir lebten stets nach dem Motto: wer nichts wagt, der nichts gewinnt. Und was hatten wir schon zu verlieren? Wir konnten nur an Erfahrungen gewinnen! Somit war uns beiden klar, dass wir es einfach wagen wollten. Statt immer nur von einer Idee zu sprechen, sollte man ab und zu den Mut finden, etwas zu unternehmen. Nur dann kann man rausfinden, ob eine Idee umsetzbar ist oder nicht.

Was hat euch bisher am meisten beeindruckt in Bezug auf eure Gründung?

Der große, imposante und massive Holztisch des Notars, welcher uns bei der Gründung der UG zur Seite stand.

Wie geht’s weiter mit Box-Sharing?

Zuallererst wollen wir uns in Hamburg einen Namen machen und etablieren. Hierfür setzen wir vermehrt auf Social-Media und das Internet, da professionelle Marketing-Kampagnen für uns als Start-Up nicht realisierbar/ finanzierbar sind.
Zurzeit kann man eine Bestellung nur am Desktop tätigen. Wir arbeiten daher an der Optimierung unserer mobilen Website für den Onlineshop, da dort aktuell lediglich Informationen zur Verfügung stehen.
Zu guter Letzt beobachten wir, wie Hamburg auf uns reagiert und entscheiden dann, wie es mit uns weitergeht.

Was ist euer ultimativer Tipp für diejenigen die selber übers Gründen nachdenken?

Keine Angst vor dem Scheitern haben.

Danke für eure Antworten, Benjamin und Jarid.

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2 thoughts on “Box-Sharing – Hamburg zieht um, aber clever”

  1. Jessica Rathke says:

    Hört sich erstmal gut an. Aus welchem Material genau sind die PLASTIK-Kisten? Abbaubar in welchem Zeitraum?

    1. Benjamin Wagner says:

      Hallo,

      die Boxen bestehen zu 100% aus Polypropylen. Die Boxen, welche nicht mehr genutzt werden können, werden recycelt und zu neuen Boxen verarbeitet. So wird sichergestellt, dass kein neuer Kunststoffmüll durch unsere Boxen verursacht wird.
      Dies wird jedoch erst nach mehreren 100 Nutzungen der Boxen nötig.

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