Wie funktioniert Crowdfunding für Startups?

Unzählige junge Unternehmen mit innovativen Ideen und Produkten sind auf der Suche nach finanzieller Unterstützung und Förderung aus öffentlicher oder privater Hand. „Crowdfunding“ hat sich als attraktive Alternative etabliert, wenn es um die Finanzierung von Startups ohne klassische Geldgeber geht. Doch was steckt genau dahinter?

Crowdfunding ist nicht gleich Crowdfunding

Um benötigtes Kapital für ein Projekt oder ein Unternehmen zu akquirieren, werden beim Crowdfunding viele Einzelpersonen aktiviert, die sich zu einer Gemeinschaft, der „Crowd“, zusammenfinden und mit vielen kleinen Geldbeträgen eine bestimmte Summe aufbringen – und so die Realisierung des Vorhabens ermöglichen. Crowdfunding-Plattformen treten dabei als Vermittler zwischen den Gründern oder Projektbetreibern und der Crowd auf.

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Aber: Crowdfunding ist nicht gleich Crowdfunding. Viele kennen Plattformen wie Startnext oder Kickstarter, bei denen Projekte (fast) aller Art per „Reward-based-Crowdfunding“ finanziert werden können. Finanzielle Unterstützung wird hier mit Produktproben, Gutscheinen oder gutem Karma belohnt. Bei Seedmatch hingegen suchen Startups nach Investoren, die dann langfristig am Unternehmenserfolg beteiligt werden. Hier spricht man auch von „Equity-based-Crowdfunding“ oder „Crowdinvesting“.

Finanzierung für Startups 4.0

Equity-based-Crowdfunding demokratisiert Startup-Investments, macht sie für jedermann zugänglich und bietet eine spannende Möglichkeit für Kleinanleger, Innovationen direkt und online zu unterstützen und sich am wirtschaftlichen Erfolg des Unternehmens zu beteiligen. Für Startups können per Crowdfunding Finanzierungsrunden realisiert werden, die sonst vielleicht nicht zustande kämen, da Banken und andere Kapitalgeber aufgrund von Unsicherheit am Finanzmarkt oft konservativ denken und vor einer Startup-Finanzierung zurückschrecken.

Ein Startup durchlebt verschiedene Phasen der Gründung, des Wachstums und der Etablierung. In der Regel spricht man dabei von Seed-, Early-, Growth- und Later-Stage. Parallel dazu gibt es auch immer einen Finanzierungsbedarf, der je nach Phase unterschiedlich hoch ausfällt und mal mehr, mal weniger akut ist. Mit einer einzigen Finanzierungsrunde ist es bei einem Startup daher selten getan. Gerade in den ersten Jahren sind Gründer ständig auf der Suche nach neuen Anschlussfinanzierungen.

Hier bietet ein Equity-based-Crowdfunding eine spannende Möglichkeit, benötigtes Kapital zu akquirieren. Einige Startups denken aber, dass ein Crowdfunding eine spätere Anschlussfinanzierung durch professionelle oder institutionelle Investoren erschwert. Die Investment-Verträge bei Seedmatch sind jedoch so konzipiert, dass sie VC-kompatibel sind – was mehrere Dutzend Anschlussfinanzierungen von bei Seedmatch finanzierten Startups belegen.

So funktioniert Crowdfunding für Startups

Ein Crowdfunding bedeutet für junge Unternehmen mehr als die bloße Akquise von frischem Kapital: Startups können nicht nur ihre Geschäftsidee mehreren Zehntausend potenziellen Investoren in der Crowd vorstellen und ein direktes Feedback erfahren, sondern auch an Bekanntheit gewinnen und neue Kunden für sich begeistern. Insofern bietet Crowdfunding ein enormes Marketing-Potenzial und birgt Vorteile für den Vertrieb von Produkten oder Dienstleistungen.

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Startups stellen sich nach erfolgreichem Bewerbungsprozess bei Seedmatch online mit einem Video, ihrer Investmentstory und einem Businessplan vor. Mithilfe der Social Media, Newsletter oder der Presse muss auf das Funding aufmerksam gemacht werden. Über Seedmatch kommen die Gründer dann mit interessierten Investoren in Kontakt, deren Fragen sie beantworten und die sie direkt über News informieren sollten. Wichtig ist auch die Aktivierung des eigenen Netzwerkes, welches das Rückgrat eines Startups bildet. Familie, Freunde, Geschäftspartner oder Kunden können so ebenfalls Teil der Crowd werden.

Wer die Crowd-Investoren überzeugen kann, gewinnt für sein Unternehmen „Smart Capital“ – denn auch nach dem Funding bleiben die Startups mit den Investoren in Kontakt und profitieren vom Feedback und Input der Crowd. Gemeinsam kann so für eine erfolgreiche Zukunft gearbeitet werden.

Über den Autortobias_koerner-seedmatch

Tobias Körner ist bei der Crowdfunding-Plattform Seedmatch verantwortlich für den Bereich Corporate Communications. Er ist Ansprechpartner für Journalisten, schreibt für den Seedmatch-Blog und betreut die Social-Media-Kanäle redaktionell. Die Startups, die über Seedmatch Kapital einsammeln wollen, berät er zudem in Sachen PR und Kommunikation.

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2 thoughts on “Wie funktioniert Crowdfunding für Startups?”

  1. Thomas says:

    Ein toller Artikel mit ganz wichtigen Informationen. In vielen Bereichen wird mittlerweile auf Crowdfunding zurückgegriffen, warum also nicht auch für Startups. Der Artikel hier wird sicherlich dem ein oder anderen eine große Hilfe sein.

  2. Pingback: Crowdfunding – die alternative Finanzierung - Let's talk about Startups
  3. Trackback: Crowdfunding – die alternative Finanzierung - Let's talk about Startups

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